Was ist das Teddybärkrankenhaus?
Das Aachener Teddybärkrankenhaus, unter der Schirmherrschaft von Univ.-Prof. Dr. Wagner, ist ein Projekt von Medizinstudenten für Kinder im Kindergartenalter.
Ziel des Projektes ist es, Kindern auf spielerische Weise die Angst vor einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Beim Teddybärkrankenhaus kommen die Kinder erstmalig nicht als Patienten sondern als „Eltern“ ihrer kranken Kuscheltiere zum Teddyarzt und lernen den Arztbesuch aus einer anderen Perspektive kennen.
Die meisten Kinder kommen aus Kindergärten, die bereits im Voraus vom Organisationsteam eingeladen wurden und somit Zeit hatten, das Thema „Krankenhaus“ und „Arztbesuch“ in der Gruppe zu erarbeiten. Aber auch Kinder außerhalb ihrer Kindergartengruppe sind herzlich willkommen.
Ein Tag im Teddybärkrankenhaus
Ganz aufgeregt betritt die kleine Anna mit ihrem Stoffhasen Tom unter dem Arm das Aachener Uniklinikum. Es ist ja so riesig und da sind so viele Menschen in der Eingangshalle. Wie gut, dass ihre Kindergärtnerin vorausgeht, sonst würden sie und ihre Kindergartengruppe sich bestimmt verlaufen.
Noch eine paar Flure entlang und schon sind sie da. Im Spielzimmer werden sie von einigen Studenten begrüßt und bekommen Schilder mit ihren Namen. Es sind schon ganz viele andere Kinder mit ihren Kuscheltieren da. Als Anna sich umdreht, sieht sie bunte Tücher und Luftballons durch die Luft fliegen. ,,Wow, was machen die da?’’ fragt sie sich, aber da wird sie auch schon mit ihrer Gruppe von Schülern der Physiotherapeuten-Schule aufgefordert mitzumachen. Auf spielerische Weise lernen die Kinder, was man mit seinem Körper für tolle Bewegungen machen kann.
Jetzt haben sich Anna und ihre Freunde ausgetobt, doch nun sind endlich die Teddys an der Reihe. Mit Hase Tom und seinem Behandlungsausweis unterm Arm geht es in den Behandlungsraum, wo bereits zahlreiche Teddyärzte auf die kleinen Patienten warten.
Der Teddyarzt trägt einen langen, weißen Kittel und hat so ein komisches Ding zum Abhören in der Tasche. Anna erinnert sich, dass ihr Kinderarzt so etwas auch schon einmal benutzt hat, als sie Husten hatte und er sie abhören wollte.
Der Teddyarzt stellt sich vor und fragt, was ihrem Hasen denn weh tut. „Tom hat gestern einen Ohrenstand gemacht“, erzählt sie „und auf einmal ist er umgefallen und hat ganz doll geweint.“ Sie glaubt, ihr Hase hat sich die Ohren gebrochen. Außerdem habe er ganz starke Kopfschmerzen.
Vorsichtig untersucht der Arzt den kleinen Hasen. Er hört ihn ab, guckt ihm in Ohren und drückt mal hier, mal da. Dann bittet er Anna, mit zum Röntgen zu kommen. Auf dem Röntgenbild sieht man gut, dass dem kleinen Hasen am Kopf nichts Schlimmes passiert ist, seine Ohren möchte der Arzt aber lieber trotzdem verbinden.
Zurück im Behandlungszimmer holt der Arzt eine Rolle Verband und bittet Anna, ihren Hasen gut festzuhalten. Nachdem die Ohren fertig verbunden sind, bekommt sie ein Rezept und geht mit dem Teddyarzt zusammen zur Apotheke.
Dort erhält Anna einen Verband zum Wechseln und ein paar Vitamine zum Gesundwerden. Schon nach 2 Tagen soll sie zu Hause den Verband wechseln und immer gut aufpassen, dass ihr Hase nicht zu wild spielt. Zufrieden, dass es ihrem besten Freund schon bald wieder gut geht sitzt Anna an der Tür des Behandlungsraumes und wartet auf ihre Gruppenkameraden. Da hört sie auf einmal ein komisches Geräusch. Benjamin der Elefant sitzt auf dem Zahnarztstuhl, anscheinend hat er Karies und es muss gebohrt werden. ,, Das kann mir nicht passieren’’ denkt sich Anna, ,,ich putze mir 3x am Tag die Zähne.’’ Und wie man das richtig macht bekommt Benjamin noch einmal von dem netten Zahnmedizin-Studenten gezeigt.
Jetzt ist Benjamin auch fertig und Anna kann zusammen mit ihrer Gruppe und einem riesiggroßen Teddybären ein schönes Foto machen.
,, Was wäre denn gewesen, wenn sich mein Hase wirklich das Ohr gebrochen hätte.’’ Diese und viele andere Fragen können die Kinder anschließend in der Teddyschule loswerden. Hier lernen sie alles Wichtige über die große Welt der Kuscheltierheilkunde.
Anna hatte schon beim Betreten des Klinikums diesen roten Wagen auf dem Vorplatz gesehen und genau da läuft sie jetzt mit ihrer Gruppe hin, bevor es nach Hause geht. Dort stehen zwei nette Männer, die sich Sanitäter nennen. Sie arbeiten auf dem Rettungswagen und erklären Anna und ihrer Gruppe, was sie da so machen und was man bei einem Notfall tun muss. Zum Abschluss dürfen sie sich den Rettungswagen auch von innen ansehen und Anna darf sogar das laute Blaulicht anschalten. Spätestens jetzt weiß sie, welche Nummer sie wählen muss, wenn ihrem Hasen mal ernsthaft etwas passiert.
Da Anna und Tom nicht alleine kommen, suchen wir jedes Jahr für die über 1300 kleinen Patienten viele motivierte Teddyärzte jeden Semesters. Dieses Jahr findet das Teddybärkrankenhaus vom 8. bis 10. Juni 2010 statt. Doch Kuscheltierheilkunde ist keine Kleinigkeit, daher findet am 6. Juni vormittags ein Crashkurs in diesem Fachgebiet statt.
Bei Fragen oder Anregungen schickt uns einfach eine Email an:
Email versteckt; JavaScript muss aktiviert werden. .








